
Kisserow/mb/tt.
Die offizielle Öffnungsperiode der Skulpturenscheune von Paul Kleidon in Kisserow ist schon lange beendet.
Nur gelegentlich trifft sich der Holzbildhauer mit angemeldeten Gruppen von Ort. Kaufinteressierte besichtigen bestimmte Objekte oder Auftraggeber holen bestellte Kunstwerke ab.
So ist gerade der Auftrag „Mann mit Fernglas“ für Familie Hans-Jürgen und Karin Tingel, Landgasthof „Zur Schmiede“ Roez, fertig geworden.
Der neugierige Gucker in die Ferne wird Ostern 2006 seinen Beobachterposten vor dem Hotelobjekt einnehmen. An der Skulpturscheune beobachter der Vorbeifahrende vor dem weit geöffneten Tor und im Werkstattvorraum trotzdem emsiges Treiben.
Winterruhe gibt es nämlich keine, denn neue Gestaltungsideen, immer mehr steigender Absatz und spezielle Auftragsarbeiten erfordern vorbereitetes und abgelagertes Material.
Da werden frische Stammteile aufgearbeitet und für das Lager zugeschnitten.
Ausgewählte Hölzer werden vorgeformt, um in der Werkstatt zum Kunstwerk gehauen zu werden.
Aber Paul Kleidon sieht nicht nur die eigene Künstlertätigkeit, sondern hilft Interessierten, sich kreativ mit dem Material Holz zu beschäftigen.
Im Moment betreut der Bildhauer in einem Projektkurs über 25 Doppelstunden eine Schülergruppe aus der Beruflichen Schule für Integration in Malchow.
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung fördert auf antrag des F¨rdervereins der Bildungseinrichtung diese Maßnahme. Die Jugendlichen lernen den Wald als Ökosystem und die Sägerei als Betrieb zur Gewinnung des Rohstoffes Holz kennen.
Bei dieser Ausrichtung auf einen Beruf in der Holzverarbeitung setzen sich die Schüler aber auch künstlerisch mit dem Material Holz auseinander.