IRRITATIONEN Diskussion um Streichung von Vollzeitbildungsgängen betrifft „nur“ staatliche Einrichtungen.
Malchow (MSP). Eine große Verunsicherung bei den jungen Leuten, die Kinderpfleger werden möchten, hat Almuth Köhler aus Malchow (Landkreis Müritz) registriert. Die Diskussion über die mögliche Streichung von Vollzeitbildungsgängen habe für die Irritationen gesorgt, meint die Leiterin der Beruflichen Schule zur Integration schulpflichtiger Jugendlicher. „Bei diesem Streit geht es aber um die Angebote an staatlichen Beruflichen Schulen. An den privaten Schulen werden weiterhin Kinderpfleger ausgebildet“, betont die Schulleiterin. Das sei in der Diskussion nicht immer klar geworden und halte unter Umständen Jugendliche davon ab, sich für diese Ausbildung zu entscheiden.
Nach Angaben von Almuth Köhler gibt es im Land drei private Bildungseinrichtungen, die diese Kurse anbieten. Neben ihrer Schule im Müritzkreis seien das Einrichtungen in den Hansestädten Stralsund und Rostock.
In Malchow können sich junge Leute, die die Berufsreife oder die mittlere Reife vorweisen können und gesundheitlich geeignet sind, zu Kinderpflegern ausbilden lassen. Es gibt einen zweijährigen Ausbildungsgang zum „Staatlich geprüften Kinderpfleger“ und eine dreijährige Ausbildung als „Staatlich anerkannter Kinderpfleger“, sagt sie. Internatunterbringung vor Ort sei möglich. Im Schuljahr werde in der Malchower Bildungsstätte ein Schulgeld von 100 Euro erhoben.