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  26.09.2009. Noch freie Kapazitäten an der Malchower Berufsschule.

Rundgang Der Bildungsausschuss des Kreises macht sich ein Bild von der Integrations-Einrichtung.

von Silke Voß

Malchow.

Rundgang

Dass es so etwas im Müritzkreis gibt, hätten sie noch nicht gewusst, wunderten sich einige Mitglieder des Kreis-Bildungsausschusses, als sie die Berufliche Schule zur Integration Jugendlicher am Malchower Stadtrand überhaupt gefunden hatten. Eine privat geführte Schule in einer denkmalgeschützten einstigen Höheren-Töchter-Schule, in der heute Jugendliche mit einer Ausbildung zum Kinderpfleger doch noch die Berufsreife erlangen können.
„110 Schüler zwischen 16 und 24 Jahren besuchen derzeit die Einrichtung, davon sind 45 Internatsschüler“, erklärte Direktorin Almuth Köhler bei einem Rundgang. „Nur noch eine Spätaussiedler-Klasse mit 15 Schülern wird jetzt an der Berufsfachschule ausgebildet. Sie kommen vor allem aus Malchow und haben eher große schulische Probleme statt sprachliche“, sagte sie. Das besondere Profil der Jugendlichen bringe häufig auch Schwierigkeiten mit sich, räumte sie ein. „Die Lehrer brauchen Durchsetzungsvermögen.“ In Erstaunen versetzte die Delegation Köhlers Aussage, dass der Krankenstand beim Personal nahezu gleich Null sei.
Mit dieser Ausbildung hätten die Jugendlichen im Land kaum Einstellungschancen, wenigstens aber die Chance, sich weiterzubilden, etwa zum Erzieher oder Ergotherapeuten, so Köhler. „Angefangen haben wir eigentlich mit 260 Spätaussiedlern. Und über 86 Internatsplätze verfügen wir noch.“ Die Auslastung sei gut, schätzt sie ein, dennoch sei es wichtig, ein neues Standbein aufzubauen. Der Besuch in der Turnhalle, nach der Wende ein Supermarkt, brachte zutage, dass die Einrichtung materiell hier nicht besonders gut ausgestattet ist. „Wir haben weder Bock noch Pferd noch Schwebebalken.“ Im Winter falle oft die Heizung aus. „Aber wir laufen uns warm“, nahm sie es mit Humor.

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